Crowdnose-Blog

Die Weisheit der Menge

Von Hans Schmolke

Die Weisheit der Menge

Wie kann es sein, dass eine Gruppe von Leuten die Anzahl von Münzen in einem Einweckglas besser schätzt, als jeder Einzelne? Dieser Effekt heißt ‚Kollektive Intelligenz‘ oder auch ‚Schwarmintelligenz‘ in Anlehnung an das Verhalten von Vögeln.

Das Internet hat aus diesem Prinzip ein Werkzeug gemacht, wobei es einige gute Beispiele kollektiver Intelligenz hervorgebracht hat, wie Wikipedia und eigentlich sogar das Internet selbst.

Das Crowdprinzip, große Entscheidungen in viele kleine Elemente aufzuteilen, hat sich bei der Realisierung vieler Projekte, bei der Finanzierung vieler Startups bewährt. Nicht ein großer Investor entscheidet – und partizipiert – sondern viele kleine, die ihren Einfluss bündeln.

Crowdnose nutzt dieses Prinzip zur Risiko-Reduzierung. In diesem Fall ist das Crowd-Prinzip konkurrenzlos. Viele einzelne Sensoren (Personen), die sich beteiligen, bemerken viel. Je größer die Crowd, desto detaillierter die Resultate. Eine Einzelperson kann unmöglich eine gleiche Qualität und Dichte von Informationen gewährleisten.

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Der Maßstab ist immer die Verantwortung für andere

Von Hans Schmolke

Der Maßstab ist immer die Verantwortung für andere

Wer Verantwortung hat, muss Entscheidungen treffen und rechtfertigen, und dabei geht Gesundheit vor Vitalität. Aber, wie viele andere Dinge, die selbstverständlich erscheinen und es dann doch nicht sind, kann auch dies dem Wandel unterliegen. Unsere Aufgabe besteht nicht darin, eine moralische oder politische Entscheidung zu bewirken, sondern lediglich darin, deine Referenz anzubieten, die Vorgänge sichtbar, messbar und bewusst zu machen hilft.

Das Ziel der Arbeit mit Crowdnose ist es, eine bestmögliche Entscheidungsgrundlage im Sinne der ‘Gesundheit‘ zu schaffen (als Voraussetzung für ‚Vitalität‘). Dabei muss die kollektive Gesundheit Ziel der Arbeitsweise sein. Eine Arbeitsweise, die darüber hinaus die Verantwortlichen aus der Haftung befreit und damit eine klare Leitlinie abgibt. Nur so kann eine ‚Neue Normalität‘ in Gegenwart des Risikos entstehen.

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Gesundheit ist nicht alles

Von Hans Schmolke

Gesundheit ist nicht alles

Die Diskussion um die individuelle und kollektive Gesundheit verstellt leicht den Blick gegenüber dem individuellen Streben nach ‚Vitalität‘, ein Ausleben der eigenen Lebensanlagen. Dabei spielen Aspekte, wie soziale Akzeptanz, persönliche Unruhe, oft eine Rolle für die psychische Gesundheit, die dem Ziel der körperlichen Unversehrtheit entgegensteht.

Das Erreichen der eigenen Lebensziele setzt Gesundheit voraus, setzt sie aber dafür gern aufs Spiel, wenn Aspekte wie soziale Anerkennung eine wichtige Rolle spielen.

Die verschiedenen Ausgangspunkte und Standpunkte in einer Gemeinschaft äußern sich im Alltag in unterschiedlichen Vorstellungen davon, wieviel Risiko tragbar und erforderlich ist, um sich ‚lebendig, frei‘ zu fühlen.

Dass eine Gruppe von Leuten hinsichtlich ihrer Vitalitäts- und Risiko-Vorstellungen gemischt ist, ist normal, sollte nicht anders erwartet werden, war nie anders, ist auch woanders nicht anders. Es ist anscheinend ein zentrales Kennzeichen menschlicher Gemeinschaft.

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Wie wirkt Aufmerksamkeit auf die Gesundheit?

Von Hans Schmolke

Wie wirkt Aufmerksamkeit auf die Gesundheit?

Die Aufmerksamkeit wach zu halten, ist ein wesentliches Ziel des Einsatzes von Crowdnose. Denn Aufmerksamkeit hat sich in den vergangenen Wellen als eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg jedes Anti-Covid-Programms erwiesen. Auch wenn der Aufwand pro Tag nur eine Minute beträgt, hängt alles davon ab, in welcher Regelmäßigkeit aktuelle Daten verfügbar sind.

Über die Ergebnisse einer solchen Schwachstellen-Suche lassen sich zwei Dinge aussagen: viele Augen sind an vielen Orten und sehen mehr als zwei Augen. Und, der Mittelwert all der Dinge, die alle sehen, liegt in der Regel näher an der Realität, als das, was ein Einzelner sieht. Dieser Effekt ist als ‚Schwarmintelligenz‘ bekannt. Wenn ‚alle‘ unabhängig voneinander dem gleichen Ziel folgen, synchronisieren und verstärken sich die Entscheidungen.

Dieses Tool ist ein Werkzeug in der Hand von Teams, ob in Firmen, Vereinen, Schulen, denen die Kontrolle des Ansteckungsrisikos ein wirkliches Anliegen ist. Sei es aus Verantwortungsgefühl, sei es wegen realer Haftungsverantwortung, oder beidem. Oder sei es, um Vertrauen zu schaffen, und damit Kunden, Kollegen, Freunden, zu signalisieren:

‚Es gibt einen definierten Prozess, nach dem wir selbst immer wieder nach Schwachstellen suchen.‘

Dazu entwickeln wir Regeln und überprüfen, ob diese Regeln im Alltag ihr Ziel erreichen, nämlich

das Risiko einer Infektion auf eine Minimum zu senken.


Aus der Analyse der Daten unserer Tools während der ersten Corona-Welle haben wir mitgenommen, dass der Schlüssel zur langfristigen Gesundheit in einer Phase der Pandemie die Aufmerksamkeit ist. Im Alltag gibt es keinen perfekten Schutz vor dem Virus. Risiken müssen aber kontrolliert werden. Wo unsere Tools im Einsatz sind, blieb die Zahl der Kranken deutlich geringer.

Das langsame Vergessen des Risikos versus das ständige Bewusstsein der Gefahr, machte in der ersten Welle den wesentlichen Unterschieden zwischen Gemeinschaften aus, so sich das Virus stark verbreitet hat, und wo er sich nur schwach entwickelt ist.

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Aus dem Thema für Mediziner wird ein Thema für den Arbeitsschutz

Von Hans Schmolke

Aus dem Thema für Mediziner wird ein Thema für den Arbeitsschutz
Die Abwehr von Gesundheitsgefahren ist von je her die wichtigste Aufgabe des Arbeits- und Gesundheitsschutzes

In naher Zukunft ist Covid weniger ein medizinisches Problem, als eines des Gesundheitsschutzes. Die Verantwortung für die Gesundheit anderer zu tragen, ist in Zeiten der Pandemie mit vielen Risiken verbunden. Diese Risiken abzuwehren ist ein Ziel der Corona-Arbeitsschutz-Richtlinien. ‚Crowdnose‘ nimmt die darin enthaltenen Regeln zur Leitlinie seiner Systematik.

Crowdnose erfordert nicht die Mitarbeit Aller. Doch je mehr ‚Nasen‘ als Sensor wirken, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Gefahrenherde schon im Ansatz erstickt werden. Dafür erforderlich ist die tägliche Aktualisierung der Aktionen, die aus den Schwachstellen folgen.

Dieses Arbeitsprinzip entspricht den üblichen Verfahren des Gesundheits- und Arbeitsschutzes in Betrieben. Wer täglich mit giftigen Substanzen in Berührung kommen kann, weiß die Regelungen zu schätzen. Das Arbeitsprinzip ist auch kompatibel mit den Säulen 8, 9 und 10 der neuen ISO 45001, die Gesundheitsschutz auf europäischer Ebene standardisiert. Dort geht es um ein Monitoring von Gefahrenquellen, und eine Ableitung von Maßnahmen zur Abwehr der Gefahren.

Als Resultat entsteht ein Nachweis über eine kontinuierliche Kontrolle der Leistungsfähigkeit und Anpassung dieser Regeln. Dieser Nachweis ist die Voraussetzung für die Abwehr von Haftungsproblemen. Schutz der Gesundheit und rechtliche Sicherheit sind eine Grundlage für eine funktionierende Routine im Alltag und für die Konzentration auf das Wesentliche.

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